Busch-Ladies in Pattaya – Prostitution am Wongamat-Strand
Abseits der bekannten Rotlichtviertel und der Beach Road gibt es in Pattaya die sogenannten Busch-Ladies. Dabei handelt es sich um Prostituierte, die ihre Dienste direkt am Strand oder in den angrenzenden Grünanlagen anbieten.
Während meiner Aufenthalte in Pattaya habe ich mich mit einigen dieser Frauen unterhalten und mir ihre Lebenssituation schildern lassen. Dieser Bericht basiert auf meinen persönlichen Beobachtungen und den Gesprächen, die ich vor Ort geführt habe.
Für diesen Bericht habe ich mit mehreren Busch-Ladies gesprochen. Ich selbst habe keine sexuellen Dienstleistungen in Anspruch genommen. Mein Ziel ist es, einen sachlichen Einblick in einen wenig bekannten Teil des Nachtlebens von Pattaya zu geben, ohne dabei zu verurteilen oder zu verherrlichen.
Wer sind die Busch-Ladies?
Als Busch-Ladies werden Prostituierte bezeichnet, die sich überwiegend am Wongamat-Strand und in den angrenzenden Grünanlagen aufhalten. Im Gegensatz zu Freelancerinnen an der Beach Road oder Frauen in Beer Bars arbeiten sie meist ohne feste Unterkunft oder Bar. Einige übernachten sogar direkt in den Grünanlagen und errichten sich dort einfache Schlafplätze aus Kartons, Decken oder Planen.
Diese provisorischen Unterkünfte haben ihnen im Laufe der Jahre den Namen „Busch-Ladies“ oder „Busch-Girls“ eingebracht. Viele Urlauber laufen an ihnen vorbei, ohne ihre Situation überhaupt wahrzunehmen oder sich Gedanken über ihre Lebensumstände zu machen.
Lebens- und Arbeitsbedingungen
Die hygienischen Bedingungen sind äußerst einfach. Waschmöglichkeiten oder sanitäre Einrichtungen stehen dort kaum zur Verfügung. Wer den Bereich tagsüber besucht, erkennt schnell, unter welch schwierigen Bedingungen einige dieser Frauen leben und arbeiten.
Bei meinen Gesprächen machten viele der Frauen einen freundlichen und offenen Eindruck. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich viele von ihnen in einer schwierigen finanziellen Situation befinden. Welche persönlichen Schicksale dahinterstehen, lässt sich als Außenstehender natürlich nicht beurteilen. Dennoch hat mich die Lebensrealität dieser Frauen nachdenklich gemacht und zeigt eine Seite Pattayas, die viele Besucher nie zu Gesicht bekommen.
Preise und Gespräche mit den Busch-Ladies
Natürlich wollte ich auch wissen, was die Frauen für ihre Dienstleistungen verlangen. Deshalb habe ich mich mit einigen von ihnen unterhalten und sie direkt nach ihren Preisen gefragt. Mir wurden Beträge ab etwa 500 Baht genannt. Je nach Dauer und individueller Vereinbarung können die Kosten allerdings unterschiedlich ausfallen.
Die Kontaktaufnahme erfolgt direkt am Strand oder in den angrenzenden Grünanlagen. Im Gegensatz zu Beer Bars oder Go-Go-Bars gibt es keine Barfine, da die Vereinbarung unmittelbar zwischen der Frau und dem Kunden getroffen wird.
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich selbst keine Dienstleistungen in Anspruch genommen habe. Die genannten Preise stammen ausschließlich aus meinen Gesprächen mit den Frauen vor Ort und dienen lediglich als Orientierung.
Unterschied zur Beach Road und Coconut Bar
Im Vergleich zu den Freelancerinnen an der Beach Road oder der Coconut Bar leben die Busch-Ladies häufig unter deutlich schwierigeren Bedingungen. Während viele Freelancerinnen ein Zimmer oder eine Unterkunft haben und ihre Kunden entlang der Beach Road ansprechen, verbringen einige Busch-Ladies einen Großteil ihres Tages – und teilweise auch die Nacht – in den Grünanlagen am Wongamat-Strand.
Nach meinen persönlichen Eindrücken gehören sie zu den sozial schwächsten Prostituierten in Pattaya. Genau deshalb hat mich ihre Situation nachdenklich gemacht.
Mein Fazit
Die Busch-Ladies zeigen eine Seite Pattayas, die viele Urlauber nie zu Gesicht bekommen. Abseits der bekannten Rotlichtviertel kämpfen einige Frauen unter schwierigen Bedingungen um ihren Lebensunterhalt. Meine Gespräche haben mir gezeigt, dass hinter jeder einzelnen Person eine eigene Geschichte steckt – auch wenn man diese als Außenstehender nie vollständig kennen wird.
Mit diesem Artikel möchte ich weder urteilen noch das Thema sensationalisieren. Vielmehr soll er einen ehrlichen Einblick in einen wenig bekannten Teil Pattayas geben, den ich während meiner Aufenthalte selbst beobachten konnte.