Der Laem Son Nationalpark erstreckt sich entlang der Andamanenküste in der Provinz Ranong. Mit seiner unberührten Natur, einsamen Stränden und Mangrovenwäldern gilt er als echter Geheimtipp für Naturfreunde und Ruhesuchende.
Was mir dort besonders gefiel, war nicht eine spektakuläre Einzelattraktion, sondern die Ruhe. Am Bang Ben Beach konnte ich über einen kilometerlangen Strand blicken, ohne die dichte Bebauung und die Liegenreihen bekannter Badeorte. Genau dieses Gefühl von Weite macht den Laem Son Nationalpark für mich besonders.
Steckbrief: Laem Son Nationalpark
- Eintritt: 200 Baht für ausländische Erwachsene
- Geöffnet: täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr laut bisherigen Parkangaben
- Gründung: 1983 als Marine-Nationalpark
- Fläche: 315 km², davon rund 100 km Küstenlinie
- Lage: 58 km südlich von Ranong – bei Google Maps ansehen
- Tierwelt: Mangrovenreiher, Makaken, Warane, Schlangen und Rotwild
- Einrichtungen: Besucherzentrum, Restaurant, Sanitäranlagen und Campingplatz
- Mein Tipp: Badesachen, Sonnencreme und Mückenspray mitnehmen
Eintritt, Öffnungszeiten, Camping und Bootsverkehr können sich ändern oder wetterbedingt eingeschränkt werden. Prüfe den aktuellen Status deshalb vor einer längeren Anfahrt noch einmal direkt beim Park.
Was erwartet dich im Laem Son Nationalpark?
Der Park umfasst Mangroven, Küstenwald, lange Naturstrände, Wattflächen, Korallenbereiche und zahlreiche Inseln in der Andamanensee. Mit 315 Quadratkilometern ist er viel größer, als der leicht erreichbare Bereich am Besucherzentrum vermuten lässt.
Für einen normalen Tagesbesuch ist der Bang Ben Beach der wichtigste Ausgangspunkt. Dort befinden sich das Parkbüro und grundlegende Einrichtungen. Die weiter vorgelagerten Inseln erreichst du nur per Boot und solltest sie deshalb als eigenen Ausflug planen.
Wer hier einen perfekt organisierten Ferienstrand mit Bars, Wassersport und vielen Restaurants erwartet, ist falsch. Laem Son ist interessant, weil vieles gerade nicht touristisch durchgestaltet ist.
Bang Ben Beach: lang, ruhig und fast menschenleer
Besonders der Bang Ben Beach ist einen Besuch wert. Der feine Sandstrand erstreckt sich über mehrere Kilometer und war bei meinem Besuch fast menschenleer. Für einen langen Spaziergang, eine Pause unter den Bäumen oder ein Bad im Meer ist das ein starker Kontrast zu den bekannten Urlaubsorten weiter südlich.
Mich beeindruckte vor allem der weite Blick. Hinter dem Strand stehen Kasuarinen und Küstenvegetation, vor einem liegt die offene Andamanensee mit den Inseln am Horizont. An manchen Tagen kann das Wasser ruhig wirken, doch Strömung, Wellen und Wetter können sich schnell ändern. Bade deshalb vorsichtig und beachte Hinweise des Parkpersonals.
Der Strand lebt nicht von perfektem weißen Sand oder türkisfarbenem Postkartenwasser. Seine Stärke ist die natürliche, wenig bebaute Küste. Wer Ruhe sucht, wird das wahrscheinlich stärker schätzen als jemand, der Unterhaltung und umfassenden Service erwartet.
Vorgelagerte Inseln und Longtailboot-Touren
Vom Bang Ben Beach blickst du auf Inseln und Inselgruppen des Parks, darunter Ko Kam Yai, Ko Kam Noi und Ko Yipun. Je nach Sicht und Standort sind nicht alle Inseln gleich gut zu erkennen.
Longtailboot-Ausflüge können grundsätzlich vor Ort organisiert werden. Dabei solltest du dich nicht auf alte Festpreise oder garantierte Abfahrten verlassen. Wind, Wellengang, Saison, Schutzbestimmungen und verfügbare Bootsführer entscheiden darüber, welche Route an einem bestimmten Tag möglich ist.
Bootstour erst vor Ort bestätigen
Frage beim Parkpersonal nach aktueller Route, Gesamtdauer, Preis für das ganze Boot, enthaltenen Stopps und Rückkehrzeit. Nimm ausreichend Wasser, Sonnenschutz und einen wasserdichten Beutel mit. Bei unsicherem Wetter ist es vernünftiger, auf die Fahrt zu verzichten.
Eine Bootstour lohnt sich vor allem, wenn du genügend Zeit hast und das Wetter mitspielt. Für einen kurzen Zwischenstopp ist der Bang Ben Beach allein das realistischere Ziel.
Mangroven, Küstenwald und Tierwelt
Laem Son schützt verschiedene Lebensräume auf engem Raum. Dazu gehören Mangrovengebiete, Küstenwald, Strände, Wattflächen und marine Bereiche. Genau diese Übergänge zwischen Land und Meer machen den Park ökologisch interessant.
Genannt werden unter anderem Mangrovenreiher, Makaken, Warane, Schlangen und Rotwild. Tierbeobachtungen lassen sich jedoch nicht planen. Halte Abstand, füttere keine Tiere und greife auch scheinbar harmlose Tiere nicht an.
Abseits der Tiere lohnt sich der Blick auf die kleinen Details: Spuren im Sand, Vögel am Ufer, Wurzeln im Mangrovenbereich und die Veränderungen zwischen Ebbe und Flut. Der Park erschließt sich besser, wenn du nicht nur für ein schnelles Foto anhältst.
Camping und Übernachtung am Bang Ben Beach
Am Bang Ben Beach gibt es einen ausgewiesenen Campingbereich mit Sanitäranlagen. Zelte wurden bisher über das Parkpersonal verliehen. Da Campingplätze in thailändischen Nationalparks zeitweise geschlossen, eingeschränkt oder nur nach Anmeldung nutzbar sein können, würde ich nicht ohne vorherige Bestätigung mit einer Übernachtung rechnen.
Wer zeltet, erlebt den Park am Abend und frühen Morgen besonders ruhig. Gleichzeitig solltest du Essen, Trinkwasser, Taschenlampe, Insektenschutz und alles Nötige für eine einfache Übernachtung dabeihaben. Hinterlasse keinen Müll und halte dich an die Anweisungen des Personals.
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Anreise zum Laem Son Nationalpark
Am bequemsten erreichst du den Park mit dem Mietwagen. Vom Zentrum Ranongs fährst du ungefähr 45 Kilometer auf dem Highway 4 Richtung Süden. Danach biegst du rechts auf die Straße 1037 ab und folgst ihr weitere rund zehn Kilometer bis zum Eingang am Bang Ben Beach.
GPS-Koordinaten: 9°36'11.68"N, 98°28'9.15"E. Die Route bei Google Maps hilft bei der Orientierung. Lade den Kartenausschnitt zusätzlich offline, da die mobile Verbindung unterwegs schwanken kann.
Plane für die Strecke mehr Zeit ein, als die reine Kilometerzahl vermuten lässt. Regen, Baustellen und langsamer Verkehr können die Fahrt verlängern. Vor der Rückfahrt solltest du außerdem genügend Tageslicht einplanen.
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Ein Mietwagen ist für Laem Son besonders praktisch, weil der Parkeingang abseits der üblichen öffentlichen Verbindungen liegt und du unterwegs flexibel anhalten kannst.
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Reisezeit, Aufenthaltsdauer und Vorbereitung
An der Andamanenküste beeinflusst das Wetter vor allem Bootsfahrten und Baden. In der regenreicheren Zeit können Wind und Wellen schnell zunehmen. Auch in vermeintlich guten Reisemonaten gibt es keine Garantie für ruhige See.
Für den Bang Ben Beach und den Bereich am Besucherzentrum solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. Mit Bootsausflug oder längeren Spaziergängen wird daraus schnell ein ganzer Tag. Wer campen möchte, braucht entsprechend mehr Zeit und eine vorherige Bestätigung.
Das würde ich mitnehmen
- Badesachen und ein leichtes, schnell trocknendes Handtuch
- Sonnencreme, Kopfbedeckung und ausreichend Trinkwasser
- Mückenspray für schattige und feuchte Bereiche
- Feste Sandalen oder leichte Schuhe für Wege abseits des Strandes
- Wasserdichten Beutel für Handy, Kamera und Dokumente
- Etwas Bargeld für Eintritt, Verpflegung oder eine Bootsfahrt
- Offline-Karte und vollständig geladenes Smartphone
Vor dem Besuch lohnt sich ein Blick auf meine Karte des Laem Son Nationalparks. Kombinieren lässt sich der Park außerdem mit weiteren Zielen rund um Ranong, sofern du genügend Zeit für die langen Fahrstrecken einplanst.
Fazit: Lohnt sich der Laem Son Nationalpark?
Ja – wenn du Natur, Ruhe und einsame Strände suchst. Der Laem Son Nationalpark ist kein Ort, an dem eine Sehenswürdigkeit die nächste jagt. Sein Reiz liegt in der weiten, stillen Küste und dem Gefühl, an einem Strand zu stehen, der noch nicht für den Massentourismus inszeniert wurde.
Für mich war der Bang Ben Beach das stärkste Erlebnis. Die lange Küste, die vorgelagerten Inseln und die wenigen Besucher passten genau zu dem Thailand, das ich auf Mietwagenreisen gern entdecke. Wer Strandclubs und perfekte Infrastruktur erwartet, wird anderswo glücklicher. Wer Ruhe sucht, sollte Laem Son nicht vorschnell übergehen.
Häufige Fragen zum Laem Son Nationalpark
Für ausländische Erwachsene werden 200 Baht genannt. Die thailändische Tourismusbehörde nennt 100 Baht für ausländische Kinder. Gebühren können sich ändern und sollten vor dem Besuch geprüft werden.
In den bisherigen Parkangaben werden tägliche Öffnungszeiten von 08:00 bis 18:00 Uhr genannt. Einzelne Bereiche, Camping und Bootsfahrten können wetterbedingt abweichen.
Von Ranong fährst du rund 45 Kilometer auf dem Highway 4 nach Süden. Danach biegst du auf die Straße 1037 ab und folgst ihr ungefähr zehn Kilometer bis zum Parkeingang am Bang Ben Beach.
Es gibt einen Campingbereich und Sanitäranlagen. Zelte wurden bisher über das Parkpersonal angeboten. Verfügbarkeit und Bedingungen solltest du vorab direkt beim Nationalpark bestätigen lassen.
Bootsausflüge können grundsätzlich vor Ort organisiert werden. Sie hängen jedoch von Wetter, Seegang, Saison und verfügbaren Bootsführern ab.
Für mich war der lange, ruhige Strand der stärkste Eindruck des Parks. Er passt zu Reisenden, die Natur, Weite und Ruhe wichtiger finden als Strandbars und touristische Infrastruktur.
Den Eintritt von 200 Baht und die wichtigsten Parkmerkmale führt auch die Tourism Authority of Thailand. Prüfe Öffnung, Camping und Bootsausflüge wegen möglicher kurzfristiger Änderungen zusätzlich vor der Anfahrt.
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