Die Rama VIII Brücke in Bangkok ist eine asymmetrische Schrägseilbrücke über den Chao Phraya und schon von weitem an ihrem einzelnen, 160 Meter hohen Pylon zu erkennen. Im Gegensatz zu den großen Tempeln ist sie keine Sehenswürdigkeit, für die man Eintritt bezahlt oder lange ansteht – für mich ist sie eher ein schöner Zwischenstopp, wenn ich Bangkoks Altstadt und den Fluss miteinander verbinde.
Besonders interessant finde ich den Fußweg über die Brücke. Von hier bekommst du einen ganz anderen Blick auf den Chao Phraya als von einem Boot oder einer Aussichtsplattform. Auf der Thonburi-Seite liegt außerdem der Rama VIII Park direkt am Fluss, sodass sich der Besuch gut mit einer Pause am Wasser kombinieren lässt.
Rama VIII Brücke Bangkok auf einen Blick
- Bauart asymmetrische Schrägseilbrücke
- Hauptbrücke 475 Meter lang
- Hauptspannweite 300 Meter
- Pylon rund 160 Meter hoch
- Eröffnet 2002
- Namensgeber König Ananda Mahidol (Rama VIII)
- Fußweg auf beiden Seiten der Fahrbahn
- Eintritt kostenlos
Warum wurde die Rama VIII Brücke gebaut?
Die Brücke entstand Ende der 1990er Jahre, um den starken Verkehr auf den bestehenden Querungen des Chao Phraya zu entlasten. Der Bau begann 1999, 2002 wurde die Brücke für den Verkehr freigegeben und im September desselben Jahres offiziell eingeweiht.
Ihren Namen trägt sie zu Ehren von König Ananda Mahidol, dem achten König der Chakri-Dynastie. Ein schönes Detail: Die Rama VIII Brücke ist zusammen mit dem Porträt des Königs auch auf einer thailändischen 20-Baht-Banknote abgebildet.
Der 160 Meter hohe Pylon ist das Wahrzeichen der Brücke
Das auffälligste Element ist der einzelne Pylon auf der westlichen Flussseite. Er ist wie ein umgedrehtes Y geformt und trägt den 300 Meter langen Hauptspann der Brücke über zahlreiche Schrägseile. Durch die asymmetrische Konstruktion sieht die Rama VIII Brücke deutlich anders aus als viele andere Straßenbrücken Bangkoks.
Auch die goldfarbenen Seilummantelungen und die Spitze des Pylons sind bewusst dekorativ gestaltet. Gerade im warmen Abendlicht wirkt die Konstruktion wesentlich eleganter als tagsüber in der Mittagssonne.
Zu Fuß über die Rama VIII Brücke
Für Besucher ist vor allem der Fußweg interessant. Die Brücke trägt zwar starken Straßenverkehr, an beiden Seiten gibt es aber separate Wege für Fußgänger. Von dort kannst du über den Chao Phraya schauen und bekommst einen weiten Blick auf die Uferbebauung und die Altstadt.
Ich würde nicht nur ein paar Schritte auf die Brücke gehen, sondern mindestens bis in die Nähe des Pylons laufen. Dort wirkt die Konstruktion erst richtig groß. Wegen des Verkehrs und der Höhe würde ich allerdings immer auf dem vorgesehenen Fußweg bleiben und beim Fotografieren nicht zu weit an den Rand treten.
Rama VIII Park: für mich der beste Blick auf die Brücke
Auf der Thonburi-Seite liegt direkt unterhalb beziehungsweise neben der Brücke der Rama VIII Park. Wenn du die Brücke als Ganzes fotografieren möchtest, gefällt mir diese Perspektive besser als ein Foto direkt vom Straßenrand. Vom Park aus siehst du Pylon, Seile und Fluss zusammen.
Der Park ist außerdem ein angenehmer Platz für eine Pause. Am späten Nachmittag kommen Einheimische zum Spazieren, Joggen oder einfach ans Wasser. Genau diese Mischung aus moderner Brücke, Fluss und normalem Bangkok-Alltag macht den Ort für mich interessant.
Beste Zeit: später Nachmittag bis früher Abend
Wenn du wegen der Aussicht und zum Fotografieren kommst, würde ich die Mittagshitze vermeiden. Am angenehmsten finde ich den späten Nachmittag. Dann kannst du die Brücke noch bei Tageslicht sehen und anschließend erleben, wie die Beleuchtung langsam stärker zur Geltung kommt.
Die Tourism Authority of Thailand nennt aktuell für die Beleuchtung der Brücke etwa 21:00 Uhr als Ende. Solche Zeiten können sich ändern, deshalb würde ich einen Besuch nicht erst sehr spät am Abend planen.
Anreise zur Rama VIII Brücke
Die Brücke liegt nördlich der historischen Altstadt und verbindet Phra Nakhon mit Bang Phlat auf der Thonburi-Seite. Eine direkte BTS-Station gibt es nicht unmittelbar an der Brücke.
Praktisch ist die MRT Blue Line bis Bang Yi Khan. Von dort ist es nur noch eine kurze Taxi- oder Motorradtaxifahrt Richtung Rama VIII Park. Die thailändische Tourismusbehörde nennt Bang Yi Khan ebenfalls als sinnvollen Ausgangspunkt.
Wenn du ohnehin in der Altstadt rund um Khao San Road, Golden Mount oder Grand Palace unterwegs bist, ist ein Taxi zur Brücke oft die einfachste Lösung. Zu Fuß aus der Khao-San-Gegend ist es möglich, aber bei Hitze würde ich die Strecke nicht unbedingt empfehlen.
Was lässt sich mit der Rama VIII Brücke kombinieren?
Für die Brücke allein würde ich keinen halben Tag einplanen. Interessanter wird der Besuch, wenn du sie mit anderen Zielen in Bangkoks Altstadt verbindest.
- Khao San Road – gut für den späteren Abend
- Golden Mount (Wat Saket) – Tempel mit Aussicht über die Altstadt
- Grand Palace – das bekannteste Ziel in der historischen Altstadt
- Chao Phraya – Expressboote, Piers und meine Tipps für Bangkok vom Wasser
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Häufige Fragen zur Rama VIII Brücke
Ja. Auf beiden Seiten gibt es Fußwege. Wegen des starken Straßenverkehrs solltest du auf den vorgesehenen Wegen bleiben.
Nein. Der Besuch der Brücke und der Fußwege kostet keinen Eintritt.
Der einzelne Pylon ist rund 160 Meter hoch. Die Hauptbrücke misst 475 Meter, die größte Spannweite 300 Meter.
Ich würde am späten Nachmittag kommen und bis zum frühen Abend bleiben. Dann hast du Tageslicht, wärmeres Licht und anschließend die beleuchtete Brücke.
Im Pylon befindet sich zwar ein verglaster Bereich, er ist für normale Besucher jedoch nicht als öffentliche Aussichtsplattform zugänglich.
Mein Fazit zur Rama VIII Brücke
Die Rama VIII Brücke ist für mich kein Pflichtprogramm wie Wat Arun oder der Grand Palace. Wenn du aber gern fotografierst, am Chao Phraya unterwegs bist oder Bangkok auch außerhalb der klassischen Tempel sehen möchtest, lohnt sich der Abstecher.
Am besten gefällt mir die Kombination aus Rama VIII Park, Flussufer und einem Spaziergang auf der Brücke. Dafür reichen meist ein bis zwei Stunden, und gerade am späten Nachmittag bekommst du einen schönen Kontrast zwischen moderner Architektur und dem alten Bangkok am Fluss.
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