Roadtrip durch Nordthailand

Mit dem Mietwagen von Chiang Mai nach Chiang Rai – mein Roadtrip

Mietwagen-Roadtrip von Chiang Mai nach Chiang Rai mit Stopp am Mekong
Meine Nordthailand-Rundreise mit dem Mietwagen – kurzer Stopp am Mekong

Diese Tour würde ich heute nicht mehr als gemütlichen Tagesausflug bezeichnen. Ich startete morgens um 6 Uhr in Chiang Mai, fuhr über Chiang Rai zum Goldenen Dreieck, weiter nach Mae Sai und Doi Tung und kam erst gegen 21 Uhr zurück. Rund 650 Kilometer an einem Tag waren anstrengend – trotzdem gehört die Fahrt zu meinen eindrucksvollsten Mietwagen-Erlebnissen in Nordthailand.

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Der große Vorteil eines Mietwagens war für mich die Freiheit unterwegs. Ich konnte bei Morgennebel anhalten, an den heißen Quellen frühstücken und meine Stopps selbst bestimmen. Genau dafür lohnt sich ein Auto in dieser Region: Viele interessante Ziele liegen weit auseinander und lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich miteinander verbinden.

Meine Mietwagentour auf einen Blick

  • RouteChiang Mai – Chiang Rai – Goldenes Dreieck – Mae Sai – Doi Tung – Chiang Mai
  • Gesamtstreckebei meiner Tagestour rund 650 Kilometer
  • Direkte StreckeChiang Mai–Chiang Rai rund 185 bis 190 Kilometer über die Route 118
  • Unterwegsvon 06:00 bis etwa 21:00 Uhr
  • MietwagenToyota Altis mit Automatik
  • Meine Empfehlungbesser zwei Tage mit einer Übernachtung in Chiang Rai einplanen

Den damaligen Verlauf mit allen großen Stationen kannst du auf meiner Roadtrip-Karte bei Google Maps ansehen. Prüfe vor der Abfahrt trotzdem die aktuelle Routenführung, denn Baustellen und Straßenzustände können sich ändern.

Mietwagen und Vorbereitung für die lange Tour

Warum ich einen Toyota Altis gewählt habe

Für den Roadtrip entschied ich mich bewusst für einen Toyota Altis. Der Wagen war nicht unnötig groß, bot aber genügend Platz und Komfort für einen sehr langen Fahrtag. Auf den kurvigen Abschnitten fuhr er sich ruhig und berechenbar, und auch bei Überholmanövern hatte ich ausreichend Reserven.

Toyota Altis als Mietwagen für die Fahrt von Chiang Mai nach Chiang Rai
Der Toyota Altis war für die lange Strecke bequem und ausreichend geräumig

Nach mehr als 600 Kilometern merkt man, ob Sitze, Klimaanlage und Fahrwerk etwas taugen. Beim Altis passte das für mich. Ein SUV wäre für diese Route nicht notwendig gewesen, denn ich blieb auf normalen Straßen. Wichtiger als ein besonders großes Auto waren mir ein guter technischer Zustand, eine vernünftige Versicherung und ein Fahrzeug, in dem ich mich auch nach vielen Stunden noch wohlfühlte.

Mietwagen vorab buchen und Versicherung prüfen

Gebucht hatte ich den Wagen bereits vor der Reise über Sunny Cars. Mir war dabei wichtiger, dass Vollkasko und weitere Absicherungen verständlich geregelt waren, als beim Tagespreis den letzten Euro zu sparen. Bei einer so langen Strecke wollte ich nicht unterwegs darüber nachdenken müssen, ob ein kleiner Schaden oder eine Panne zum finanziellen Problem wird.

Vor der Abfahrt kontrollierte ich den Wagen, fotografierte vorhandene Schäden und prüfte Tankregelung, Reifen sowie die Telefonnummer für den Notfall. Meine ausführlichen Hinweise zu Führerschein, Versicherung, Kaution und Fahrzeugübernahme findest du im Beitrag Auto mieten in Thailand. Für die Abholung vor Ort habe ich außerdem eigene Tipps zum Mietwagen in Chiang Mai zusammengestellt.

Mein Mietwagen-Partner

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Für Rundreisen durch Nordthailand achte ich besonders auf eine gute Absicherung. Über Sunny Cars kannst du Fahrzeuge ab Chiang Mai und am Flughafen vergleichen.

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Von Chiang Mai nach Chiang Rai über die Route 118

Ich fuhr bereits um 6 Uhr morgens in Chiang Mai los. Die direkte Verbindung nach Chiang Rai führt über die Route 118 und ist ungefähr 185 bis 190 Kilometer lang. Ohne längere Stopps werden häufig drei bis vier Stunden benötigt. Mit Morgennebel, Frühstückspause und einigen Fotostopps brauchte ich ungefähr vier Stunden.

Die Straße führt aus Chiang Mai zunächst in Richtung Doi Saket und später durch die Berglandschaft bei Wiang Pa Pao. Ende November lag am Morgen stellenweise Nebel zwischen den bewaldeten Hügeln. Ich fuhr deshalb ruhig und ließ mir trotz des engen Tagesplans Zeit. Gerade in den Kurven bringt es nichts, ein paar Minuten herausfahren zu wollen.

Morgennebel auf der Strecke von Chiang Mai nach Chiang Rai
Morgennebel auf dem Weg von Chiang Mai nach Chiang Rai

Mir gefiel besonders, dass sich nach den dichter besiedelten Abschnitten immer wieder weite Blicke auf Wälder und Berge öffneten. Sobald ich einen sicheren Platz zum Anhalten fand, machte ich eine kurze Pause für Fotos. Auf dem Standstreifen oder direkt hinter einer Kurve würde ich dagegen niemals stoppen – auch wenn die Aussicht noch so schön ist.

Fahrzeit nicht zu knapp berechnen

Die reine Fahrzeit zwischen Chiang Mai und Chiang Rai ist nur ein Teil der Tour. Nebel, Baustellen, Pausen und Stopps können den Zeitplan deutlich verlängern. Prüfe die Navigation am Reisetag und plane genügend Reserve ein.

Frühstückspause an den heißen Quellen

Ungefähr auf halber Strecke legte ich an einem Rastplatz mit heißen Quellen eine Pause ein. Neben Souvenirgeschäften konnte man Eier im heißen Quellwasser kochen. Das Ganze war natürlich touristisch, aber für ein kleines Frühstück und eine Unterbrechung der Bergfahrt genau richtig.

Heiße Quelle an der Strecke von Chiang Mai nach Chiang Rai
Kurzer Stopp an einer heißen Quelle entlang der Route 118
Eier werden in einer heißen Quelle in Nordthailand gekocht
Eierkochen im heißen Quellwasser – ein typischer Zwischenstopp

Nach dem Frühstück war ich wieder konzentrierter. Auf den ruhigeren Abschnitten machte das Autofahren richtig Spaß. Dennoch blieb ich defensiv, denn auch auf scheinbar leeren Straßen muss man jederzeit mit überholenden Fahrzeugen, Motorrädern oder langsam fahrenden Lastwagen rechnen.

Freie Straße auf dem Mietwagen-Roadtrip durch Nordthailand
Wenig Verkehr und gute Aussicht machten die Fahrt besonders angenehm

Ankunft in Chiang Rai und Stopp am Wat Rong Khun

Nach ungefähr vier Stunden erreichte ich die Provinz Chiang Rai. Mein erstes eigentliches Ausflugsziel war der Wat Rong Khun, besser bekannt als Weißer Tempel. Er liegt südlich der Stadt und lässt sich deshalb sehr gut als erster Stopp einplanen, wenn man aus Chiang Mai kommt.

Welcome-to-Chiang-Rai-Schild an der Straße
Das Welcome-to-Chiang-Rai-Schild auf meiner Mietwagentour
Weißer Tempel Wat Rong Khun bei Chiang Rai
Der Wat Rong Khun war mein erster Besichtigungsstopp bei Chiang Rai

Für Chiang Rai selbst blieb mir kaum Zeit. Das war der größte Nachteil dieser Tagestour: Ich fuhr an vielen interessanten Zielen vorbei, weil ich am selben Abend wieder in Chiang Mai sein wollte. Wer Tempel, Stadt und Nachtmarkt in Ruhe erleben möchte, sollte meinen Zeitplan nicht nachfahren, sondern mindestens eine Nacht bleiben.

Weiter zum Goldenen Dreieck am Mekong

Vom Wat Rong Khun fuhr ich weiter nach Norden bis Ban Sop Ruak am Goldenen Dreieck. Je nach Ausgangspunkt sind es von Chiang Rai ungefähr 65 bis 70 Kilometer. Hier treffen die Grenzregionen von Thailand, Laos und Myanmar aufeinander, getrennt durch Mekong und Ruak.

Aussicht vom Goldenen Dreieck auf Mekong und Laos
Blick vom Goldenen Dreieck über den Mekong in Richtung Laos

Ganz ehrlich: Der Ausblick auf den Mekong war stark, der Ort selbst hielt mich aber nicht lange. Rund um den Aussichtspunkt standen Souvenirläden und Restaurants, die auf größere Reisegruppen ausgerichtet wirkten. Eine angebotene Longtailboot-Fahrt ließ ich aus, weil mir das volle Boot und die Abfertigung zu stressig waren.

Nach einem kurzen Rundgang kaufte ich noch ein T-Shirt und fuhr weiter. Mehr Eindrücke und Hintergründe findest du in meinem eigenen Bericht über das Goldene Dreieck in Nordthailand.

Vom Goldenen Dreieck in die Grenzstadt Mae Sai

Von Ban Sop Ruak bis Mae Sai waren es für mich nur ungefähr 25 Kilometer und rund eine halbe Stunde Fahrt. Ein Straßenabschnitt wurde damals erneuert, ließ sich mit dem Altis aber ohne Schwierigkeiten befahren.

Straßenarbeiten zwischen Goldenem Dreieck und Mae Sai
Straßenbau auf dem Weg nach Mae Sai bei meinem damaligen Besuch

In Mae Sai verbrachte ich etwa zwei Stunden. Ich beobachtete das Treiben am Grenzübergang und ging durch den großen Markt. Besonders Kleidung und T-Shirts waren damals günstig, daneben gab es viele Waren aus Myanmar und China. Für mich lag der Reiz weniger in einzelnen Sehenswürdigkeiten als in der Atmosphäre einer geschäftigen Grenzstadt.

Grenzübergang Mae Sai nach Myanmar
Der Grenzübergang in Mae Sai bei meinem damaligen Besuch
Markt in der Grenzstadt Mae Sai
Auf dem Markt von Mae Sai nahm ich mir Zeit für einen Rundgang

Grenzübertritt immer aktuell prüfen

Die Regeln und die Sicherheitslage am Übergang Mae Sai–Tachileik können sich kurzfristig ändern. Mein damaliger Besuch ist deshalb kein aktueller Hinweis für einen Grenzübertritt. Wenn du nach Myanmar weiterreisen möchtest, prüfe vorher die offiziellen Einreise- und Sicherheitshinweise.

Abstecher zum Mae Fah Luang Garden auf Doi Tung

Da es noch früher Nachmittag war, fuhr ich auf dem Rückweg hinauf zum Doi Tung. Dort liegt der Mae Fah Luang Garden, eine sehr gepflegte Gartenanlage in den Bergen. Von Mae Sai benötigte ich ungefähr eine Stunde.

Der Eintritt kostete bei meinem Besuch 100 Baht. Dieser Preis ist nur meine damalige Erfahrung und keine aktuelle Angabe. Die Anlage, Öffnungszeiten und Ticketvarianten können sich ändern; vor der Fahrt lohnt sich ein Blick auf die offizielle Tourismusseite von Doi Tung.

Berglandschaft am Mae Fah Luang Garden auf Doi Tung
Ausblick auf die Berglandschaft beim Mae Fah Luang Garden

Ende November war es oben deutlich kühler als im Tal. Eine lange Hose und eine dünne Jacke waren deshalb angenehm. Nach dem langen Fahrtag tat es gut, durch den Garten zu gehen und eine Weile nicht hinter dem Lenkrad zu sitzen. Für mich war Doi Tung einer der schönsten Stopps dieser Tour.

Rückfahrt nach Chiang Mai: Lohnt sich die Route an einem Tag?

Vom Doi Tung fuhr ich über Chiang Rai zurück nach Chiang Mai. Abgesehen von einer kurzen Pause legte ich die Strecke ohne größere Unterbrechung zurück und erreichte Chiang Mai gegen 21 Uhr. Nach 15 Stunden unterwegs war ich froh, den Mietwagen abstellen zu können.

Die Tour war abwechslungsreich, aber der Zeitplan ließ kaum Luft. Ich hatte viel gesehen, gleichzeitig blieben Chiang Rai und einige Stopps viel zu kurz. Heute würde ich die Route auf mindestens zwei Tage verteilen:

  • Tag 1: Chiang Mai, heiße Quellen, Wat Rong Khun und Chiang Rai.
  • Übernachtung: möglichst zentral in Chiang Rai und mit sicherem Parkplatz.
  • Tag 2: Goldenes Dreieck, Mae Sai, Doi Tung und anschließend zurück nach Chiang Mai.

So bleibt Zeit für weitere Tempel, eine Pause am Mekong und einen entspannten Abend in Chiang Rai. Eine passende Unterkunft findest du auch in meiner Übersicht zu Hotels in Chiang Rai.

Entspannter als meine Tagestour

Hotel in Chiang Rai mit Parkplatz suchen

Mit einer Übernachtung musst du die lange Rundfahrt nicht an einem Tag erzwingen und kannst Chiang Rai deutlich ruhiger erleben.

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Meine praktischen Tipps für den Mietwagen-Roadtrip

  • Früh starten: Für die komplette Runde war 6 Uhr bei mir bereits knapp. Bei zwei Tagen reicht ein entspannterer Start.
  • Nachtfahrt vermeiden: Plane die Etappen so, dass du Bergstraßen möglichst bei Tageslicht fährst.
  • Führerschein mitnehmen: Nationalen und passenden internationalen Führerschein sowie Mietunterlagen griffbereit halten.
  • Versicherung prüfen: Nicht nur auf den Tagespreis schauen, sondern besonders auf Selbstbeteiligung und Haftpflichtdeckung.
  • Auto dokumentieren: Bei der Übernahme Fotos von Kratzern, Felgen, Reifen und Tankanzeige machen.
  • Navigation offline sichern: Die Route und wichtige Stopps vorab speichern, falls unterwegs die Datenverbindung ausfällt.
  • Pausen einplanen: Spätestens nach zwei Stunden kurz aussteigen, etwas trinken und die Konzentration zurückholen.
  • Warme Kleidung einpacken: Morgens und auf Doi Tung kann es deutlich kühler sein als in Chiang Mai.
  • Aktuelle Lage prüfen: Baustellen, Grenzregeln, Öffnungszeiten und Eintrittspreise erst kurz vor der Fahrt kontrollieren.

Mein persönliches Fazit

Mit dem Mietwagen war diese Tour trotz der langen Strecke ein großartiges Erlebnis. Ich konnte anhalten, wann ich wollte, und Orte miteinander verbinden, die ohne eigenes Fahrzeug nur schwer in einen Tag gepasst hätten. Noch einmal würde ich die 650 Kilometer aber nicht an einem einzigen Tag fahren. Mit einer Übernachtung in Chiang Rai wird daraus ein deutlich entspannterer und wahrscheinlich noch schönerer Roadtrip.

Alternative ohne Mietwagen

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Wenn du nur zwischen den beiden Städten reisen möchtest, ist ein Fernbus oft einfacher als ein Mietwagen. Für die abgelegenen Stopps vor Ort brauchst du dann allerdings zusätzliche Transfers oder eine Tour.

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